
Den Blick in die Zukunft richten und für zukünftige Aufgabenstellungen gerüstet sein, ist das langfristig angelegte Ziel der Weser-Ems Regionalen Innovationsstrategie e.V. (RIS). Am 27.11.2007 fand die Mitgliederversammlung des Regionalverbundes, der in der Region fünf Kompetenzzentren unterstützt, im Alten Landtag in Oldenburg statt. Im Rahmen der Veranstaltung wurde unter anderem ein Verkehrsinfrastrukturpapier als gemeinsames Dokument von Wirtschaft und kommunaler Seite vorgestellt. Außerdem sprach Dr. Ottmar Edenhofer, Chefökonom des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), zum Thema "Klimawandel und Wirtschaft - Chancen und Risiken". Die RIS Weser-Ems kommt auch mit dieser Veranstaltung dem eigenen Anspruch nach, Sprachrohr für den Weser-Ems-Raum zu sein. Als einzige Institution, die den ehemaligen Regierungsbezirk in seiner Gesamtheit repräsentiert, wurde RIS Weser-Ems erst kürzlich mit dem Oldenburger Wirtschaftspreis durch die Wirtschaftsvereinigung „Der Kleine Kreis" für ihr Engagement geehrt.
Der Vorstandvorsitzende des Vereins, Dr. Werner Brinker, wies in seiner Eröffnungsrede auf die besondere Rolle von RIS Weser-Ems hin, insbesondere in Verbindung mit den Kompetenzzentren in den Bereichen Ernährungswirtschaft, Gesundheit, Nachwachsende Rohstoffe, Zukünftige Energieversorgung und Logistik. Das Netzwerk schaffe seit Jahren ein einmaliges unternehmerisches Umfeld in der Region und ermögliche vor allen Dingen kleinen und mittelständischen Unternehmen durch gezielte Unterstützung, Beratung und Projektarbeit, Innovationen schneller an den Markt zu bringen. „RIS Weser-Ems wird auch in Zukunft für so manches Unternehmen eine Abkürzung zum Erfolg sein." so Brinker.
Hermann Bröring, Landrat des Landkreises Emsland und Mitglied des engeren Vorstandes von RIS Weser-Ems stellte im Alten Landtag ein Verkehrsinfrastrukturpapier für Weser-Ems vor. Er machte in seinen Ausführungen deutlich, dass es sich dabei um einen gemeinsamen Vorstoß der Wirtschaft und der kommunalen Seite handele und sich explizit auf den Raum des ehemaligen Regierungsbezirkes beziehe. Dies sei, so Bröring weiter, für die geplante Diskussion auf Landes- und Bundesebene und bis hin nach Brüssel wesentlich. Das Papier beinhaltet alle Verkehrsarten über Straße, Schiene, Schifffahrt und Luftverkehr und legt schlüssig den Bedarf aus Sicht der Region dar.
Mit lang anhaltendem Applaus wurden die Ausführungen von Dr. Ottmar Edenhofer, Chefökonom des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) bedacht. Dr. Edenhofer legte in seinem Gastbeitrag eindrucksvoll die Chancen und Risiken dar, die ein dramatischer Klimawandel mit sich bringen würde. Er machte insbesondere deutlich, dass in verschiedenen Szenarien für die kommenden Jahrzehnte dem Thema Energieeinsparung und -effizienz eine entscheidende Bedeutung zukommen werde. Ein Feld, so Edenhofer, auf dem vor allen Dingen kleine und mittlere Unternehmen gute Chancen hätten, mit erfolgreichen Innovationen ihren Beitrag zu leisten und gleichzeitig wirtschaftlich erfolgreich zu sein. In diesem Zusammenhang freue er sich besonders über die Ausrichtung von RIS Weser-Ems, die aus seiner Sicht die richtigen Weichenstellungen beinhaltet. Nach Edenhofers Ansicht ist ein gefährlicher Klimawandel mit wirtschaftlich vertretbarem Aufwand durchaus zu verhindern. Er gab der Hoffnung Ausdruck, dass es zu einem globalen Markt für CO2-Emissionsrechte komme.
RIS Weser-Ems ist in verschiedenen Bereichen aktiv, die Zukunftsthemen betreffen. Die fünf Kompetenzzentren gehen auf die Unternehmen der Region zu, um gute Ideen an den Markt zu bringen und somit Zukunftschancen durch Wachstum und Beschäftigung zu sichern. Gemeinsam werden Kontakte geknüpft, Kooperationen befördert sowie Förder- und Finanzierungswege gesucht und gefunden. „Die RIS-Kompetenzzentren nehmen hier eine aktive Rolle wahr, die weit über die Grenzen von Weser-Ems bekannt und anerkannt ist." so Josef Brüggemann, Geschäftsführer von RIS Weser-Ems.